#keinplatzfürrassismus

Ein Paradoxon unserer Zeit: Muslime versuchen sich aktiv mehr in der Gesellschaft einzubringen und dennoch nimmt die Islamfeindlickeit zu. Es ist längst nicht mehr ein subtiler, verbaler Rassismus, sondern er äußert sich verstärkt auch in körperlichen Angriffen. Weit mehr als 1000 Übergriffe an Muslimen sind allein 2017 strafrechtlich erfasst und die Dunkelziffer wird sogar auf das Achtfache geschätzt. Mit dem heutigen Aktionstag am 1. Juli soll ein umfassendes Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus gesetzt werden.

Auch NourEnergy stellt sich gegen jegliche Art der Diskriminierung und lädt zu einem besseren Miteinander in der Gesellschaft ein:

„Als ein deutsch-muslimischer Umweltschutzverein spüren auch wir den ansteigenden Rassismus gegenüber Menschen islamischen Glaubens. In den letzten Jahren hat sich unsere Arbeit in Deutschland zunehmend erschwert. Anfeindungen gehören mittlerweile zu unserem Alltag.

Seit fast einem Jahrzehnt arbeiten wir in Deutschland sowie international für eine verstärkte Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur. Gleichzeitig setzen wir uns seit Beginn unseres Wirkens für Menschen- und Tierrechte ein. Hierbei werden Toleranz und Respekt gegenüber Andersdenkenden und -gläubigen groß geschrieben.

Unserer Einschätzung nach sind die meisten deutschen Bürger definitiv keine antimuslimischen Rassisten. Wir pflegen weiterhin viele ehrliche soziale Kontakte und wertvolle Kooperationen. Doch wir merken auch, dass antimuslimisches Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft leider angekommen ist. Unserer Erfahrung nach ist es wohl das Ergebnis, der fehlenden Kenntnisse gegenüber dem Islam und der Muslime.

Wir laden jeden dazu ein, dem Rassismus keine Chance zu geben – egal in welcher Art.“
Tanju Doganay, Vorstandsvorsitzender NourEnergy e.V.

Das Datum 01.Juli 2009 erinnert den Mord an die Pharmazeutin Marwa El-Sherbini im Dresdener Gerichtssaal. Mit 18 Messerstichen wurde die schwangere Frau, von einem Rechtsextremisten aus muslimfeindlichen Motiven ermordet. Heute gedenken wir Marwa, den Opfern der Familie Genc, den Opfern des NSU und zahlreichen weiteren Opfern von Rassismus. Religös-motivierter Hass darf in Deutschland keinen Platz haben.

https://m.facebook.com/tag.gegen.antimuslimischen.rassismus/